KINDER LOBBY ISERLOHN
KINDER LOBBY ISERLOHN
Verein zur Förderung der Kinder und Jugendfreundlichkeit in Iserlohn


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Sie haben sicherlich aus der Zeitung erfahren, dass es zurzeit eine zeitlich begrenzte Bürgerbefragung zum Thema „Zukunftssicherung der städtischen Finanzen“ in der Stadt Iserlohn gibt. Dort sind Maßnahmen vorgestellt, mit denen die Stadt Iserlohn Geld einsparen will. Davon ist auch die Jugendarbeit in Iserlohn betroffen. Wir können dazu und auch zu anderen Themen unsere Meinung sagen und dies sollten wir auch im Interesse unsere Kinder und Jugendlichen tun.
Die Beteiligung ist einfach und anonym: Um die Internetseite der Stadt Iserlohn zu starten, klicken Sie bitte auf die Adresse http://www.iserlohn.de/Buergerbeteiligte-Haushaltskonsolidierung.2914.0.html, dann mit der rechten Maustaste auf den Punkt “Hyperlink öffnen“ und werden danach direkt im Internet auf die richtige Seite geführt. Unter den zahlreichen Punkten finden Sie z. B. unter der Ziffer 23 die geplanten Einsparungen zum Kinder- und Jugendbüro. Eigene Vorschläge und Ideen sind übrigens auch möglich.

Der Vorstand der Kinderlobby hat zu dem Thema bereits eine Stellungnahme verfasst, die am 05.02.11 bereits im IKZ erschienen ist und die Sie hier noch einmal nachlesen können.

Jugendliche und Kinder werden stark betroffen

Iserlohn. (rd) Zu den Prüfaufträgen der Kleinen Kommission Finanzen nimmt Peter Bochynek von der Kinderlobby Iserlohn Stellung:

„Die Iserlohner Kinderlobby hat sich auf ihrer Vorstandssitzung am 2. Februar mit den ,Prüfaufträgen’ befasst. Mit Bestürzung stellen wir fest, dass gerade der Bereich Kinder und Jugendliche von den Sparplänen außerordentlich stark betroffen ist, während andere Bereiche geschont werden (z.B. Planen und Bauen). Der Vorstand kommt zu folgendem Schluss: Wir haben die Sorge, dass durch die Sparpläne unverzichtbare Arbeiten der Kinder- und Jugendarbeit unmöglich werden. Einige Beispiele: Personelle Kürzungen im Ganztagsbereich der Schulen gehen zu Lasten der Kinder, die oft auf besondere Unterstützung angewiesen sind. Die Reduzierung des Kinder- und Jugendbüros - 273 000 Euro! - lässt befürchten, dass diese Arbeit ganz eingestellt werden soll. Wichtige Anteile der außerschulischen Bildung und Förderung wie Kinder- und Jugendrat, preisgünstige, pädagogisch wertvolle Ferienaktionen, die geplante Mitgestaltung ,soziale Stadt’ würden damit aufgegeben. Das lehnen wir entschieden ab! Nach unserer Auffassung müssen alle Entscheidungen von folgenden Grundsätzen geleitet sein: Welche Aufgaben dürfen nicht gestrichen, verringert oder aufgeschoben werden? Welche können warten? Auf welche können oder sollten wir ganz verzichten? Was Kinder und Jugendliche für ihre gesunde Entwicklung benötigen, dürfen wir nicht streichen oder aufschieben. Was am jungen Menschen versäumt wird, lässt sich nicht nachholen. Die Folgen solcher Versäumnisse sind Schäden in der Entwicklung, die allesamt mehr Kosten verursachen als das, was wir präventiv einsetzen. Dagegen können z.B. viele Baumaßnahmen verringert, aufgeschoben oder ganz gestrichen werden. Unser Votum zu Gunsten von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien schließt nicht aus, dass auch bei der Kinder- und Jugendarbeit Qualitätskontrollen vorgenommen werden. Die Online-Bürgerbeteiligung ist gut gemeint, aber auf diese Weise ist kein repräsentatives Meinungsbild zu erwarten, da sich nicht alle Bevölkerungsgruppen an einer Internet-Befragung beteiligen können.“

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